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    Institut für Psychologische Unfallnachsorge (ipu) in Köln

(Kommentar: Nachfolgend Adresse und Telefon- sowie Telefaxnummer.)

    Mauritiussteinweg 1 . 50676 Köln . Telefon 0221- 9692039 . Telefax 0221- 9692677

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Standort: ipu > Arbeitsgebiet

Willkommen beim Institut für Psychologische Unfallnachsorge (ipu) in Köln

Wir sind umgezogen
Unsere neue Adresse seit dem 01.01.2010:
Institut für Psychologische Unfallnachsorge
Mauritiussteinweg 1
50676 Köln

Download-Angebot
PTBS-Info 2009 - "Grundlagen und Ziele in der Notfallversorgung und Psychotraumatherapie: Effizienter Opferschutz und Opferhilfe durch funktionierende Netzwerkarbeit"
Download der Beiträge der PTBS 2009 (Kennwort erforderlich)

Sie können hier ebenfalls die Veröffentlichungen der vergangenen PTBS-Veranstaltungen abrufen:
Bilder der PTBS 2008
Beiträge der PTBS 2008 (Kennwort erforderlich)
PTBS-Veranstaltung 2007 (Kennwort erforderlich)
PTBS-Veranstaltung 2006 (Kennwort erforderlich)

Besuchen Sie auch unsere Internetpräsenz zusammen mit dem Institut für Gesundheitsförderung (ipg) unter www.webtherapie.info

1     Psychologische Unfallnachsorge

1.1  Extremerlebnis
1.2  Wer ist betroffen?
1.3  Maßnahmen
1.4  Akute Belastungsreaktion (ABR)/Posttraumatische Belastungsreaktion (PT BS)


1.1 Extremerlebnis Nach Unfällen, Überfällen, Übergriffen, Naturkatastrophen und anderen plötzlichen, kritischen Lebensereignissen treten oftmals schwerwiegende Belastungen auf, die sich z. B. durch folgende Symptome bemerkbar machen können:

  • Gefühle des Nicht-Verstehens des schrecklichen Ereignisses

  • Bohrendes Sich-Fragen "Warum gerade ich?"

  • Angst vor eigenen seelischen Zusammenbrüchen

  • Angst vor dem Verlust der körperlichen Integrität anderer Beteiligter

  • Verlust von Vertrauen in sich selbst

  • Scham vor Inanspruchnahme von Hilfe

  • Insuffizienzgefühle (Gefühle des Nicht-Könnens, des Nicht-Wissens, des Nicht-Beherrschens)

  • Angst vor dem Verlust eigener körperlicher Funktionen, Schuldgefühle

  • Angst vor Schuldvorwürfen

  • Existenzängste (Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes)

  • Angst vor Einschränkung des eigenen Lebens

  • Angst vor Abwendung anderer (Angst vor Verlust von sozialen Beziehungen)

  • Angst vor Strafe

  • Aussetzen der Wahrnehmung (Blackouts) im Wachzustand

  • Verlust von Vertrauen in die umgebende Welt

  • Intrusionen (sich aufdrängende Bilder des Geschehens)

  • Verlust von Vertrauen in Menschen

  • Hypervigilanz ("Alarmstimmung")

  • Aufbau von schützenden Lebenslügen

  • Suizidale Tendenzen

  • Wiederaufleben anderer Lebensprobleme

  • Trauer um nahestehende Personen



    Diese psychischen Belastungssymptome können unter anderem von folgenden physiologischen Störungen begleitet werden:

  • Atemnot

  • Herz- und Kreislaufstörungen

  • Essstörungen

  • Magen- und Darmstörungen

  • Schlafstörungen

  • Albträume

  • Impotenz/Frigidität


1.2 Wer ist betroffen?

  • Die Geschädigten

  • Die Verursacher

  • Die Familie und das soziale Umfeld

  • Der Arbeitgeber

  • Die Sozialeinrichtungen und Versicherungsträger (z.B. Krankenkassen, Berufsgenossenschaften



1.3 Maßnahmen

Seit Anfang der 80er Jahre wurden spezielle Therapiemethoden entwickelt, die nach und nach in die Praxis umgesetzt wurden. Dies wurde notwendig, weil die klassischen Psychotherapien nicht immer auf die anstehende Problematik angewendet werden können.

  • Für Autofahrer gibt es von uns entwickelte, ebenfalls bewährte Behandlungsmaßnahmen (psychologische Problembearbeitung, praktisches Üben).

  • Opfer von Überfällen oder Naturkatastrophen werden von uns betreut und behandelt.

  • Folgende Maßnahmen werden angeboten:

  • Prävention und "Stressimpfung"

  • Entwicklung von maßgeschneiderten Konzepten zusammen mit Unternehmen und Organisationen treffen, wie nach Unfällen und Extremerlebnissen die Beteiligten seelisch betreut werden können (z.B. durch Schulung von Vorgesetzten)

  • Beratung von Beteiligten kurz nach dem Ereignis durch Diplom-Psychologen

  • Psychotherapeutische Behandlung von Störungen

  • Diese Maßnahmen werden vom Institut für Psychologische Unfallnachsorge (ipu) angeboten und von den zuständigen Berufsgenossenschaften anerkannt.

    Auch außerhalb der üblichen Dienstzeiten helfen wir in akuten Fällen durch Besuche, durch sofortige Beratungsgespräche oder unverzügliche Therapiemaßnahmen.

    Außerdem steht Ihnen unter www.webtherapie.info die Möglichkeit einer internetbasierten Psychologischen Beratung oder Psychotherapie zur Verfügung.

1.4 Akute Belastungsreaktion (ABR)/Posttraumatische Belastungsstörung (PT BS)

Die möglichen Auswirkungen kritischer Lebensereignisse sind kurz- und langfristig zu sehen. Kurzfristig: Akute Belastungsreaktion (ABR), die innerhalb von wenigen Tagen auch von selbst abklingen kann.

Langfristig: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die sich verfestigen kann, führt häufig zu: Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit, Vermeiden von sozialen Kontakten, Vermeiden der zuvor ausgeübten Tätigkeiten und Generalisierung auf andere Bereiche, z.B. nach einem schweren Autounfall werden auch andere Verkehrsmittel gemieden sowie ständiges Kränkeln, Chronifizierungen von körperlichen Störungen und Hyperaktivität.

Bei diesen beiden Folgereaktionen handelt es sich um Störungsbilder, die in der Internationalen Klassifikation für Krankheiten (ICD-10) beschrieben sind als Reaktionen auf schwere Belastungen:

F 43.0 Akute Belastungsreaktion (Psychischer Schockzustand): Unmittelbar auf eine außergewöhnliche Belastung (schwerer Unfall, Naturkatastrophe, Verbrechen) folgender Zustand mit anfänglicher Betäubung. Im weiteren Verlauf Depression, Angst, Ärger, Verzweiflung, Überaktivität oder Rückzug, der innerhalb von drei Tagen abklingt.

F 43.1 Posttraumatische Belastungsstörung (traumatische Neurose) direkt oder verzögert (innerhalb von 6 Monaten) einsetzende Reaktion auf eine außergewöhnliche Belastung (Naturkatastrophe, Folter, Terrorismus) mit wiederholtem Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen, Albträume, emotionaler Gleichgültigkeit, vegetativer Übererregbarkeit und Vermeiden von Aktivitäten oder Situationen, die an das Trauma erinnern könnten, häufig verbunden mit Angst, Depression, Suizidgedanken (Dauer bis zu mehreren Jahren; kann chronifizieren und in eine andauernde Persönlichkeitsänderung übergehen.

(aus: Psychische Störungen in der Praxis. Müssigbrodt et al., 2000. Hans Huber: Bern)




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