Standort: ipu > Arbeitsgebiet
Willkommen beim Institut für Psychologische
Unfallnachsorge (ipu) in Köln
Seit dem 1. Januar 2013 wird das Institut von Frau Dipl.-Psych. Monika Jendrny und Frau Dipl.-Betriebsw. (FH) Heidrun Schell geleitet.
Wir freuen uns, dass der Gründer des Instituts für Psychologische Unfallnachsorge, Prof. Dr. Wilfried Echterhoff, uns weiterhin als wissenschaftlicher Berater unterstützt.
Download-Angebot
Gutachten-Info 2012 - Das rundum gute Gutachten im Sozialrecht
in Kooperation mit
Sozialgericht Düsseldorf und
29. und 30. November 2012 in Düsseldorf
Tag 1:
Dr. phil. Michaela Heinecke, Bergische Universität Wuppertal, und Peter F. Brückner, Präsident des Sozialgerichts, Sozialgericht Düsseldorf
Ergebnisse des Projekts „Das rundum gute Gutachten“ am Sozialgericht Düsseldorf (Kennwort erforderlich)
Dr. med. Matthias Fabra, Medizinisches Gutachteninstitut Hamburg – Rostock – Berlin
Hilfen, Fallstricke und Fehler in der sozialrechtlichen Begutachtung
Bitte Herrn Fabra bezüglich seines Vortrags per E-Mail anschreiben (Fabra@gutachteninstitut.de)
Tag 2:
Teil I: Rechtliche Grundlagen (4 UE)
Peter F. Brückner, Präsident des Sozialgerichts, Sozialgericht Düsseldorf
Kausalitätsbegutachtung im sozialen Entschädigungsrecht und der Gesetzlichen Unfallversicherung (Kennwort erforderlich)
Teil II: Spezielle Fragestellungen im Sozialrecht (4 UE)
Dr. phil. Michaela Heinecke, Institut für Psychologische Unfallnachsorge und Gesundheitsförderung (ipu/ipg)
Diagnostik in der Begutachtung (Kennwort erforderlich)
Fragestellungen zur „Glaubhaftigkeit“ (Kennwort erforderlich)
Download-Angebot
Kick-Off-Veranstaltung RWE AG und Institut für Psychologische Unfallnachsorge (ipu), Köln 17. und 18.03.2011
Download der Bilder der Kick-Off-Veranstaltung (Kennwort erforderlich)
Sie können hier ebenfalls die Veröffentlichungen der vergangenen PTBS-Veranstaltungen abrufen:
Beiträge der PTBS 2009 (Kennwort erforderlich)
Bilder der PTBS 2008
Beiträge der PTBS 2008 (Kennwort erforderlich)
PTBS-Veranstaltung 2007 (Kennwort erforderlich)
PTBS-Veranstaltung 2006 (Kennwort erforderlich)
Das Institut für Psychologische Unfallnachsorge ist eine Privatpraxis für Psychotherapie mit Hauptsitz in Köln und Standorten im Bundesgebiet.
Besuchen Sie auch unsere Internetpräsenz zusammen mit dem Institut für Gesundheitsförderung (ipg) unter www.webtherapie.info
1 Psychologische
Unfallnachsorge
1.1 Extremerlebnis
1.2 Wer ist betroffen?
1.3 Maßnahmen
1.4 Akute Belastungsreaktion (ABR)/Posttraumatische
Belastungsreaktion (PT BS)
1.1 Extremerlebnis
Nach Unfällen, Überfällen, Übergriffen, Naturkatastrophen
und anderen plötzlichen, kritischen Lebensereignissen treten oftmals schwerwiegende
Belastungen auf, die sich z. B. durch folgende Symptome bemerkbar machen können:
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Gefühle des Nicht-Verstehens des schrecklichen Ereignisses
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Bohrendes Sich-Fragen "Warum gerade ich?"
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Angst vor eigenen seelischen Zusammenbrüchen
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Angst vor dem Verlust der körperlichen Integrität anderer Beteiligter
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Verlust von Vertrauen in sich selbst
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Scham vor Inanspruchnahme von Hilfe
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Insuffizienzgefühle (Gefühle des Nicht-Könnens, des Nicht-Wissens, des
Nicht-Beherrschens)
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Angst vor dem Verlust eigener körperlicher Funktionen, Schuldgefühle
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Angst vor Schuldvorwürfen
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Existenzängste (Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes)
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Angst vor Einschränkung des eigenen Lebens
-
Angst vor Abwendung anderer (Angst vor Verlust von sozialen Beziehungen)
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Angst vor Strafe
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Aussetzen der Wahrnehmung (Blackouts) im Wachzustand
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Verlust von Vertrauen in die umgebende Welt
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Intrusionen (sich aufdrängende Bilder des Geschehens)
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Verlust von Vertrauen in Menschen
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Hypervigilanz ("Alarmstimmung")
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Aufbau von schützenden Lebenslügen
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Suizidale Tendenzen
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Wiederaufleben anderer Lebensprobleme
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Trauer um nahestehende Personen
Diese psychischen Belastungssymptome können unter anderem von folgenden
physiologischen Störungen begleitet werden:
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Atemnot
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Herz- und Kreislaufstörungen
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Essstörungen
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Magen- und Darmstörungen
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Schlafstörungen
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Albträume
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Impotenz/Frigidität
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Die Geschädigten
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Die Verursacher
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Die Familie und das soziale Umfeld
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Der Arbeitgeber
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Die Sozialeinrichtungen und Versicherungsträger (z.B. Krankenkassen,
Berufsgenossenschaften
Seit Anfang der 80er Jahre wurden spezielle Therapiemethoden entwickelt,
die nach und nach in die Praxis umgesetzt wurden. Dies wurde notwendig, weil
die klassischen Psychotherapien nicht immer auf die anstehende Problematik
angewendet werden können.
-
Für Autofahrer gibt es von uns entwickelte, ebenfalls bewährte Behandlungsmaßnahmen
(psychologische Problembearbeitung, praktisches Üben).
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Opfer von Überfällen oder Naturkatastrophen werden von uns betreut und
behandelt.
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Folgende Maßnahmen werden angeboten:
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Prävention und "Stressimpfung"
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Entwicklung von maßgeschneiderten Konzepten zusammen mit Unternehmen
und Organisationen treffen, wie nach Unfällen und Extremerlebnissen die
Beteiligten seelisch betreut werden können (z.B. durch Schulung von Vorgesetzten)
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Beratung von Beteiligten kurz nach dem Ereignis durch Diplom-Psychologen
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Psychotherapeutische Behandlung von Störungen
-
Diese Maßnahmen werden vom Institut für Psychologische Unfallnachsorge
(ipu) angeboten und von den zuständigen Berufsgenossenschaften anerkannt.
Auch außerhalb der üblichen Dienstzeiten helfen wir in
akuten Fällen durch Besuche, durch sofortige Beratungsgespräche oder unverzügliche
Therapiemaßnahmen.
Außerdem steht Ihnen unter www.webtherapie.info
die Möglichkeit einer internetbasierten Psychologischen Beratung oder Psychotherapie
zur Verfügung.
Die möglichen Auswirkungen kritischer Lebensereignisse sind kurz- und langfristig
zu sehen. Kurzfristig: Akute Belastungsreaktion (ABR), die innerhalb von wenigen
Tagen auch von selbst abklingen kann.
Langfristig: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), die sich verfestigen
kann, führt häufig zu: Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit, Vermeiden von
sozialen Kontakten, Vermeiden der zuvor ausgeübten Tätigkeiten und Generalisierung
auf andere Bereiche, z.B. nach einem schweren Autounfall werden auch andere
Verkehrsmittel gemieden sowie ständiges Kränkeln, Chronifizierungen von körperlichen
Störungen und Hyperaktivität.
Bei diesen beiden Folgereaktionen handelt es sich um Störungsbilder, die in
der Internationalen Klassifikation für Krankheiten (ICD-10) beschrieben sind
als Reaktionen auf schwere Belastungen:
F 43.0 Akute Belastungsreaktion (Psychischer Schockzustand): Unmittelbar auf
eine außergewöhnliche Belastung (schwerer Unfall, Naturkatastrophe, Verbrechen)
folgender Zustand mit anfänglicher Betäubung. Im weiteren Verlauf Depression,
Angst, Ärger, Verzweiflung, Überaktivität oder Rückzug, der innerhalb von drei
Tagen abklingt.
F 43.1 Posttraumatische Belastungsstörung (traumatische Neurose) direkt oder
verzögert (innerhalb von 6 Monaten) einsetzende Reaktion auf eine außergewöhnliche
Belastung (Naturkatastrophe, Folter, Terrorismus) mit wiederholtem Erleben
des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen, Albträume, emotionaler Gleichgültigkeit,
vegetativer Übererregbarkeit und Vermeiden von Aktivitäten oder Situationen,
die an das Trauma erinnern könnten, häufig verbunden mit Angst, Depression,
Suizidgedanken (Dauer bis zu mehreren Jahren; kann chronifizieren und in eine
andauernde Persönlichkeitsänderung übergehen.
(aus: Psychische Störungen in der Praxis. Müssigbrodt et al., 2000. Hans Huber:
Bern)
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